Manchmal bin ich ja wirklich erstaunt! Eigentlich sollte es sich doch spätestens nach der Hausdurchsuchung bei “opendownload.com” und dem einfrieren der dortigen Gelder durch die Staatsanwaltschaft auch bei den anderen Anbietern herumgesprochen haben, dass unterdessen die Justiz ziemlich allergisch gegen solche Methoden des “Geldverdienens” ist und auch die Gerichte unterdessen eine sehr eindeutige Sprache zugunsten der Verbraucher gefunden haben - bis hin zu Verurteilung wegen Bandenmässigen Betrugs!
Aber das grosse und scheinbar leicht verdiente Geld scheint immer noch einige Leute derart zu locken - “opendownload.com” soll laut GOMPA täglich einen Umsatz von 10.000.- EUR gemacht haben - es auch noch mal zu versuchen! So bin ich heute über eine Seite Namens “downportal” gestolpert. Einfach mal bei der guten alten Tante Gurgel nach “OpenOffice”, der kostenlosen Bürosoftware suchen. Google hatte zwar vor ein paar Wochen einen grossen “Hausputz” veranstaltet, weil es wohl auch ihnen unterdessen auf die Nerven ging, ständig von wütenden Benutzern Mails zu bekommen, die in Abo - Fallen geraten waren und nun für ein kostenloses Programm 60.- EUR oder mehr bezahlen sollten.
Leider haben diese Anbieter wohl auch “aufgerüstet” und ihre Seiten entsprechend angepasst: Gibt man z.B. “openoffice kostenlos” bei Google ein, hat man gute Chansen, auf de allseits beliebten Seite von Content Services Ltd. aus dem schönen (?) Mannheim zu landen, um dort ein Abo über ZWEI Jahre für 96.- EUR/Jahr ab zu schliessen. Ganz schön teuer für “kostenlos”, aber immerhin verstecken die sogar diesen “Hinweis” noch elegant auf ihrer Seite und hoffen, dass irgendwann ein Richter vielleicht doch mal diesen “Kostenhinweis” für “gut” befindet. Und solange schickt man eben fleissig Rechnung raus und hofft, dass ein Teil der “Kunden” vielleicht artig das Geld überweisst…
“downportal” geht noch ein wenig dreister vor - schliesslich sitzt man ja angeblich in Bosnien-Herzegowina und will nur einfach den Namen und Adresse des Kunden - um dann später und vollkommen rechtswidrig - auch nette Rechnungen zu verschicken! Die Kosten haben die Betrüger praktischer Weise gleich mal in den AGBs versteckt, damit dem vorsichtigen Kunden nicht Angst und Bange wird und er womöglich ein anderes Angebot vorzieht.
Nur merkwürdig an der Sache ist: Diese angebliche Firma aus Bosnien-Herzegowina hat ihre Webseiten über eine M-Net Service Ltd. aus dem schönen Klettgau angemeldet. Und der Admin sitzt in Vogtland. Da will wohl jemand seine “Herkunft” verschleiern…
Und zum Abschluss der kleine Tipp: Nicht zahlen!
Update:
Ach ja und aus gegeben Anlass: Da die Herren Dilettanten wohl auch in div. Foren, in denen über sie berichte wird fleissig mitlesen, haben sie unterdessen die Registrierungsseite soweit verändert, dass der “Kostenhinweis” nun auf dieser Seite erscheint! Leider hat ihnen wohl niemand erklärt, dass sie auch dazuschreiben müssen, dass sie das Geld gerne im Voraus haben möchten! Weil sonst kann ich ja behaupten, ich zahle am Ende der zwei Jahre Vertragslaufzeit (und ob es diese Abzocker bis dahin noch gibt möchte ich doch stark bezweifeln *grins*).
Liebe Leute vom downcenter: Ihr seit doch früher schon mal auf die “Nase” gefallen! Und habt gerade eben ein Insolvenzverfahren an der Backe gehabt! Wollt ihr etwa jetzt mit diesem plumpen Versuch, anderen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, von euren Miesen wieder herunter kommen? Dann sollte ihr aber ein wenig mehr “Gehirnschmalz” da reinstecken, als nur einfach mit “copy und paste” von anderen einschlägigen Seiten Texte zu kopieren und damit dann eine Seite zu basteln! Und auch dass Geld, dass ihr in Google Adsense steckt, wäre bei euren Ex- Gläubigern sicher besser aufgehoben! Weil (falls ihr es noch nicht wisst): Betrug ist eine Straftat und kann auch ein paar Jährchen Knast nach sich ziehen!
Für die die noch ein wenig weiterlesen/recherchieren wollen:
